12.09.2023 - 11:50

Zähneputzen beim Hund

Nennen wir das Kind erstmal beim Namen. Wir lieben alle unsere vierbeinigen Weggefährten abgöttisch, aber Hunde zeigen ihre Zuneigung eben manchmal etwas anders als Menschen. Wo wir gerne kuscheln und knuddeln, würden sie uns am liebsten einfach über den Mund schlecken und das Gesicht ablecken. Das ist, sagen wir es mal so, nicht jedermanns Sache, aber so läuft das nun mal und dein Hund wird das wahrscheinlich auch immer wieder versuchen, weil er dich eben auch liebt. Als Hundebesitzer merkt man schnell, dass ein Hund ziemlich starken Mundgeruch haben kann. Das kommt nicht nur von seiner Lieblingsnahrung, sondern auch von dem, was sich zwischen seinen Zähnen abspielt – ähnlich wie bei uns.

 

Sollte ich meinem Hund die Zähne putzen?

Die einfache Antwort ist: ja. Auch Hunde können Zahnstein bekommen. Plaque, Parodontitis, Karies – alles reale Probleme. Das Zahnfleisch kann sich entzünden, es kann zu Zahnschmerzen und Zahnausfall kommen und im schlimmsten Fall sogar zu Schädigungen von Organen, wie der Leber oder Niere, führen. Der Teufel ist also an die Wand gemalt, aber kein Grund zur Panik. Hunde können zwar keine Zähne putzen, aber durch ihre Liebe zum Kauen reiben sie eigentlich schon von selbst eine Menge Zahnbelag ab. Alles also nicht so schlimm, wie es scheint. Die einfachste und erste Maßnahme sollte daher sein, sicherzustellen, dass es genug zum Draufherumkauen gibt. Es gibt spezielle Artikel für die Zahnhygiene, wie zum Beispiel Kau-Sticks. Die sollte man seinem Hund gönnen. Wenn man alles richtig machen will, kommt man um das wirkliche Zähneputzen aber nicht herum.

 

Wie putzt man seinem Hund die Zähne?

Eigentlich so wie sich selbst. Man kann dafür eine normale Zahnbürste für Erwachsene bei großen und eine Kinderzahnbürste bei kleinen Hunden verwenden. Lediglich bei sehr kleinen Rassen empfiehlt sich eine spezielle Hundezahnbürste. Bei Welpen kann man auch eine Fingerbürste verwenden, die man über den Finger stülpt. Wichtig ist, dass die Borsten weich sind und der Bürstenkopf nicht zu groß ist. Menschen-Zahnpasta ist aber ein No-Go, sie wäre schädlich für Hunde. Putzen ohne Paste reicht eigentlich, aber wer noch einen drauflegen will, kann spezielle Hundezahnpasta nutzen – sie schmeckt zum Beispiel nach Leber oder anderen Geschmacksrichtungen, die dein Liebling mag. Am besten beginnt man natürlich im Welpenalter. Man sollte den Hund langsam an das Putzen gewöhnen und nicht einfach erwarten, dass er sofort alles mitmacht. Die Zahnpasta darf er schlecken, die Zahnbürste wird langsam eingeführt. Im besten Fall wird es dein Hund als kleine Spa-Einheit sehen!

 

Wie oft sollte ich das machen?

Im Idealfall einmal täglich, unterstützt durch die zuvor erwähnten Kau-Aktionen. Falls dein Hund die Prozedur aber nicht so gerne mag, reicht auch alle paar Tage – allerdings sollte man wissen, dass sich Plaque schon nach etwas mehr als 5 Stunden bildet.

 

Gibt es noch was zu beachten?

Das Übliche: Zwang vermeiden und mit Belohnungen arbeiten. Dein Hund sollte bei dem, was du von ihm verlangst, bestärkt werden. Auch solltest du nicht zu fest drücken, um das Erlebnis angenehm zu gestalten und das Zahnfleisch nicht zu verletzen. Wenn bereits Probleme bestehen, gibt es auch antibakterielle Spülungen für Hunde.